Métropole Gestion

Gesetzlich vorgeschriebene informationen

  1. Grundsätze zur Auswahl von Finanzintermediären
  2. Grundsätze zur Handhabung von Interessenkonflikten
  3. Politik zur Stimmrechtsausübung
  4. Bericht über Vermittlungsgebühren für das Geschäftsjahr 2016
  5. Bearbeitung von Reklamationen
  6. Verhinderung von Market-Timing-Praktiken

1. Grundsätze zur Auswahl von Finanzintermediären

Die Grundsätze zur Auswahl der Finanzintermediäre werden Anlegern auf Anfrage von METROPOLE Gestion zur Verfügung gestellt.

2. Grundsätze zur Handhabung von Interessenkonflikten

Gemäß diesen Grundsätzen und den aus der Umsetzung der MiFID-Richtlinie resultierenden Vorschriften hat METROPOLE Gestion Grundsätze zur Identifikation, zur Vorbeugung und zur Handhabung von Interessenkonflikten formuliert.

Ein Interessenkonflikt kann auftreten, wenn ein Erbringer von Wertpapierdienstleistungen entweder auf Rechnung eines Kunden oder eigene Rechnung Tätigkeiten nachgeht, die mit den Interessen eines anderen Kunden oder einer anderen Gruppe von Kunden in Konflikt stehen oder stehen könnten, wenn diese Aktivitäten nicht in geeigneter Weise organisiert und kontrolliert werden.
Ziel dieser Grundsätze:

  • Formulierung der Regeln zur Identifikation von Situationen, die zu einem Interessenkonflikt führen oder führen können und einen eindeutigen Verstoß gegen die Kundeninteressen zur Folge haben können,
  • Festlegung der umzusetzenden Verfahren und zu ergreifenden Maßnahmen zur Handhabung dieser Interessenkonflikte.

Diese Grundsätze erfordern ferner:

  • eine entsprechende Organisation der Aktivitäten, die mögliche Interessenkonflikte und negative Einflussnahmen der Gesellschaft auf die Kundeninteressen von vornherein ausschaltet;
  • Verfahren zur Umsetzung von Gleichbehandlungsgrundsätzen bei der Abwicklung der an die Finanzintermediäre weitergeleiteten Aufträge, insbesondere im Hinblick auf die Asset-Allokation oder auf Finanzinstrumente;
  • eine Politik zur Vergütung der Mitarbeiter, die nicht auf rein wirtschaftlichen Zielen beruht.

Sollten die von METROPOLE Gestion zur Handhabung von Interessenkonflikten ergriffenen organisatorischen oder administrativen Maßnahmen nicht ausreichen, um mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten, dass ein drohender Verstoß gegen die Interessen eines Kunden vermieden wird, setzt METROPOLE Gestion diesen Kunden unmissverständlich von der generellen Art und/oder Ursache dieses Interessenkonflikts in Kenntnis, bevor sie in seinem Namen tätig wird. Diese Mitteilung an den Kunden erfolgt mittels eines speicherfähigen Mediums und ist hinreichend detailliert, so dass der Kunde in der Lage ist, eine Entscheidung in voller Kenntnis der Sachlage zu treffen.

METROPOLE Gestion trägt für die kontinuierliche Umsetzung effizienter Grundsätze zur Handhabung von Interessenkonflikten, die der Größe, Organisation und Art sowie dem Umfang und der Komplexität ihrer Geschäftstätigkeit Rechnung tragen, Sorge.

3. Politik zur Stimmrechtsausübung

METROPOLE Gestion ist der Auffassung, dass die Ausübung des Stimmrechts einen bedeutenden Teil der Beziehung zwischen einem börsennotierten Unternehmen und seinen Aktionären darstellt. Ab sofort können wir bei allen Unternehmen, deren Wertpapiere wir im Portfolio halten, unsere Stimmrechte ausüben.
Die dargelegte Abstimmungspolitik beschreibt die von METROPOLE Gestion bei der Ausübung der Stimmrechte angewendeten Grundsätze. Sie erhebt nicht den Anspruch, alle möglicherweise auftretenden Situationen abzudecken. Wir prüfen alle zur Abstimmung durch die Aktionäre vorgelegten Beschlüsse und treffen unsere Entscheidung mit dem Ziel, das ausschließliche Interesse unserer Kunden zu wahren, wobei wir uns nach den Grundsätzen und Empfehlungen der AFG bzw. nach der lokal geltenden besten Praxis richten, und leiten diese weiter an ISS.
Als Unterzeichner der Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment der Vereinten Nationen (UN PRI) achten wir darauf, dass unsere Abstimmungspolitik mit den in unserem Transparenzkodex (verfügbar auf unserer Website) definierten Kriterien im Hinblick auf umweltbewusstes und sozial verantwortliches Investieren sowie Governance in Einklang steht.
Wir behalten uns das Recht vor, in besonderen Fällen, in denen die Stimmabgabe den Interessen unserer Kunden zuwiderlaufen würde, nicht abzustimmen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn mit der Abstimmung unerschwingliche Verwaltungskosten verbunden sind oder wenn die Abstimmung die Blockierung von Wertpapieren über einen langen Zeitraum erforderlich macht und somit die Handlungsfreiheit der Geschäftsleiter einschränkt.
Auf Wunsch der Kunden legen wir Rechenschaft über die Art und Weise ab, in der wir die Stimmrechte ausgeübt haben. Gemäß den allgemeinen Vorschriften der AMF wird jährlich innerhalb der ersten vier Monate nach dem Ende des Geschäftsjahres ein Bericht erstellt, in dem die während des abgelaufenen Geschäftsjahres ausgeübten Stimmrechte dargelegt werden. Dieser Bericht kann am Geschäftssitz und auf der Website eingesehen werden.
Unsere Philosophie besteht darin, die Leitung der Unternehmen, in die wir investieren, zu unterstützen.
Wir analysieren sorgfältig alle Beschlüsse, die den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt werden, nach den folgenden Prinzipien:

I. Schutz der Aktionäre und Versammlungen
A. Information der Aktionäre

Die finanzielle und nicht-finanzielle Kommunikation des börsennotierten Unternehmens muss die Aktionäre in die Lage versetzen, ihr Stimmrecht auf aufgeklärte Weise auszuüben.
Das Unternehmen muss auf seiner Website regelmäßig eine aktualisierte Version seiner Satzung zur Verfügung stellen.
Die Abschlüsse der Unternehmen müssen von externen, unabhängigen Abschlussprüfern geprüft und den Aktionären anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden.
Die Unterlagen und Informationen für die jährliche Hauptversammlung müssen innerhalb der in den verschiedenen Rechtsordnungen vorgeschriebenen Fristen vor Abhaltung der Versammlung (in Europa 21 Tage) zur Verfügung gestellt werden, um die Ausübung des Stimmrechts zu erleichtern.
Die Informationen in Bezug auf Beschlussvorhaben müssen klar formuliert sein.

B. Abhaltung der jährlichen Hauptversammlung

Von den börsennotierten Unternehmen, in die wir investieren, erwarten wir, dass sie ihre jährliche Hauptversammlung innerhalb einer angemessenen Frist nach dem Ende des Geschäftsjahres abhalten. Sie müssen die Beteiligung der Aktionäre an diesen Versammlungen, sei es vor Ort oder über ihre Website, unterstützen.
Während der Hauptversammlung müssen bestimmte wichtige Punkte besonders ausführlich dargelegt werden:
- Die mittel- und langfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens
- Die Verschuldungs- und Ausschüttungspolitik über drei Jahre
- Die Umwelt- und Sozialpolitik des Unternehmens

C. Schutz der Minderheitsaktionäre

1. Allgemeine Grundsätze

Die börsennotierten Unternehmen sind verpflichtet, die Interessen ihrer Aktionäre zu schützen und zu unterstützen.
Wenngleich die Geschäftsleitung für die Entwicklung und Umsetzung der vom Verwaltungsrat gebilligten Strategie verantwortlich ist, müssen die Aktionäre bei wichtigen Fragen das Unternehmen betreffend hinzugezogen werden, und sie sind nicht verpflichtet, positiv über Vorschläge abzustimmen, die unter Umständen nachteilig für sie sind oder ihre Anteile am Unternehmen verwässern.
Wir befürworten, soweit gesetzlich erlaubt, das System des „Nachweisstichtages“, das es ermöglicht, festzustellen, wer als Aktionär gilt und ein Abstimmungsrecht hat gegenüber einem System der Blockierung von Wertpapieren. Sofern ein „Nachweisstichtag“ gesetzlich nicht vorgesehen ist, empfehlen wir einen Mechanismus der widerruflichen Blockierung, welcher die Dauer der Immobilisierung der Wertpapiere begrenzt.

2. Gleichbehandlung von Aktionären

- Abstimmungsrechte
- Maßnahmen zur Abwehr von Übernahmeangeboten
- Kapitalerhöhungen
- Aktienrückkäufe

II. Verwaltungsrat
A. Vorstand

Die Leitung einer börsennotierten Aktiengesellschaft, die entweder nur aus dem Verwaltungsrat oder mit Aufsichtsrat und Vorstand aus zwei Organen bestehen kann, muss für Rechnung und im Interesse aller Aktionäre handeln. Ihre Handlungen müssen durch Transparenz, Verantwortungsbewusstsein, Effizienz und Verfügbarkeit gekennzeichnet sein.

1. Trennung von Befugnissen

Wir befürworten im Falle einer börsennotierten Aktiengesellschaft mit Verwaltungsrat den Grundsatz der Trennung der Befugnisse in Form einer Aufteilung der Funktionen des Verwaltungsratsvorsitzenden und Generaldirektors oder der Übernahme einer Struktur mit Aufsichtsrat und Vorstand.

2. Unabhängigkeit der Verwaltungsratsmitglieder

Die „unabhängigen“ Verwaltungsratsmitglieder oder die Mitglieder des Aufsichtsrats, die „frei von Interessen“ sind, spielen eine besondere Rolle in der Beratung und Überwachung der Geschäftsleitung und beim Schutz der Interessen der Aktionäre.
„Frei von Interessen“ bedeutet, dass das Verwaltungsrats- bzw. das Aufsichtsratsmitglied nicht in einen potenziellen Interessenkonflikt verwickelt ist.
Wenngleich sich die nationalen Gesetzgebungen hinsichtlich der optimalen Anzahl der Mitglieder in einem Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen, die frei von Interessen sind, unterscheiden, erwarten wir, dass die börsennotierten Unternehmen, in die wir investiert sind, die beste lokale Praxis anwenden oder sogar überbieten. Die als „frei von Interessen“ geltenden Mitglieder müssen als solche im Jahresbericht erwähnt werden ebenso wie die Kriterien, die das Unternehmen anwendet, um diese als unabhängig einzustufen.

3. Verfügbarkeit und Kompetenz der Verwaltungsratsmitglieder

4. Unterschiedliche Zusammensetzung des Verwaltungsrats

5. Beteiligung der Geschäftsleiter am Kapital

6. Vergütungen

  • Höhe der Vergütung
  • Transparenz der Vergütungen
  • Spezielle Aspekte der Vergütung der Geschäftsleiter:

- Aktienoptionen und Gratisaktien
- Austrittsentschädigungen
- Betriebsrenten
- Sitzungsgelder Wir wünschen, dass die Verwaltungsratsmitglieder für ihre Arbeit entschädigt werden. Der Betrag der Sitzungsgelder muss in Einklang mit den Standards und Praktiken des Landes und der Branche des Unternehmens sowie im angemessenen Verhältnis zur Kapazität des Unternehmens stehen. Die Verteilung der Sitzungsgelder muss dem Einsatz des Mitglieds und der Bedeutung der geleisteten Arbeit insbesondere in spezialisierten Ausschüssen Rechnung tragen.

B. Spezialisierte Ausschüsse

Wir empfehlen die Bildung von drei Ausschüssen, die mit der Vorbereitung der Arbeiten des Verwaltungsrats beauftragt werden: den Prüfungs-, den Auswahl- und den Vergütungs-ausschuss

Vergütung der Abschlussprüfer

Sämtliche an die Abschlussprüfer für alle Arten von erbrachten Dienstleistungen gezahlten Honorare müssen im Jahresbericht veröffentlicht werden. Die an Wirtschaftsprüfungs-gesellschaften für andere Dienstleistungen gezahlten Honorare dürfen nicht höher sein als die für die Abschlussprüfung selbst gezahlten Honorare, um die Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu wahren.


Die vollständige Politik zur Ausübung der Stimmrechte steht Anlegern auf einfache Anfrage zur Verfügung.

 

4. Bericht über Vermittlungsgebühren für das Geschäftsjahr 2016

METROPOLE Gestion hat im Geschäftsjahr 2016 bei Transaktionen mit Aktien und Anteilen von OGAW, alternativen Investmentfonds und institutionellen Mandaten Beratungs- und Ausführungsdienstleistungen in Anspruch genommen.
Im Einklang mit Artikel 314-82 der allgemeinen Bestimmungen der französischen Finanz- und Börsenaufsicht (AMF) besteht für Dienstleistungen zur Unterstützung bei Anlageentscheidungen und zur Ausführung von Aktientransaktionen folgender Verteilungsschlüssel:

  • 60% des Gesamtbetrags an Vermittlungsgebühren entfallen auf die Unterstützung bei Anlageentscheidungen;
  • 40% des Gesamtbetrags an Vermittlungsgebühren entfallen auf die Ausführung von Aktientransaktionen.

2016 bestanden keine Vereinbarungen zwischen METROPOLE Gestion und Marktintermediären über gemeinsame Provisionen.
Maßnahmen zur Vermeidung von oder dem Umgang mit möglichen Interessenkonflikten bei der Auswahl von Dienstleistungsanbietern sind in den Bestimmungen für die Auswahl von Vermittlern sowie dem Umgang mit Interessenkonflikten festgelegt.

Im Geschäftsjahr gab es keine Interessenkonflikte.

5. Bearbeitung von Reklamationen

Gemäß den geltenden rechtlichen Bestimmungen bietet METROPOLE Gestion ein Verfahren zur Bearbeitung eventueller kundenseitiger Reklamationen. Es wird darauf hingewiesen, dass „unter Reklamation eine Erklärung zu verstehen ist, mit der ein Kunde seine Unzufriedenheit gegenüber einem Gewerbetreibenden zum Ausdruck bringt. Eine Bitte um Information, Stellungnahme, Klärung, Dienst- oder Serviceleistung ist keine Reklamation.“ Reklamationen sind an METROPOLE Gestion, 9 Rue des Filles Saint Thomas, 75002 Paris zu richten, wobei dem Kunden während der Bearbeitung seiner Reklamation keine Kosten entstehen. Der Kunde erhält innerhalb von 10 Werktagen nach Eingang seiner Reklamation per Post eine Empfangsbestätigung, sofern dem Kunden nicht innerhalb dieser Frist bereits geantwortet wurde. Mit Ausnahme von angemessen gerechtfertigten besonderen Umstände, erteilt das Unternehmen dem Kunden innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt der Reklamation eine Antwort. Sollte keine Einigung erzielt werden, kann sich der Kunde an den Vermittler der französischen Finanzaufsicht AMF Médiateur de l’Autorité des marchés financiers, 17 Place de la Bourse, 75082 PARIS CEDEX 02 wenden. Das Antragsformular für die Vermittlung durch die AMF sowie die Richtlinien für die Vermittlung sind im Internet unter http://www.amf-france.org erhältlich.

6. Verhinderung von Market-Timing-Praktiken

Gemäß dem Standpunkt Nr. 2004-07 der französischen Finanzmarktaufsichtsbehörde AMF in Bezug auf die Verhinderung von Market-Timing- und Late-Trading-Praktiken ist es der Verwaltungsgesellschaft untersagt, die Zusammensetzung des Portfolios in Echtzeit zu kommunizieren.

Dasselbe muss gelten:

- für spezifische AIF, sofern die Informationen gleichzeitig an sämtliche Inhaber übermittelt werden;

- für OGA, in die professionelle Anleger anlegen, die der Kontrolle durch die ACPR (französische Aufsichtsbehörde für Banken und Versicherungen), die AMF oder gleichwertige europäische Behörden unterliegen, wobei die Verwaltungsgesellschaft in diesem Fall diesen Anlegern die Zusammensetzung des Portfolios der OGA – direkt oder indirekt über einen Dritten – frühestens 48 Stunden nach der Veröffentlichung des Nettoinventarwerts mitteilen kann im Rahmen der Berechnung der rechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Richtlinie 2009/138/EG (Solvency II-Richtlinie).

 In diesem Rahmen kann METROPOLE Gestion veranlasst sein, den betreffenden Anlegern die Zusammensetzung des Portfolios unter den vorstehenden Bedingungen mitzuteilen.

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